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Risikofaktor Zervikalsyndrom: Ursachen und Behandlung

Das Zervikalsyndrom plagt Dutzende von Menschen mit schmerzhaften Verspannungen in Nacken und Schultern, die nicht selten Migräne zur Folge haben können. Die meisten Menschen gehen viel zu spät zum Arzt. Leiden auch Sie häufig unter Nackenschmerzen und schlafen Sie schlecht? Dann machen Sie bitte nicht denselben Fehler, denn

das HWS-Syndrom kann ebenso ein versteckter Hinweis auf eine gefährliche Schlafapnoe sein.

In diesem Artikel klären wir in einfachen Worten über das Zervikalsyndrom auf. Wir erklären, was genau dahintersteckt und wer besonders gefährdet ist. Sie erfahren, welche Symptome mit dem HWS einhergehen, wie es diagnostiziert wird und wo die Verbindung zu einer möglichen Schlafapnoe liegt. Nicht zuletzt erklären wir, wie Sie im Verdachtsfall vorgehen sollten.

Was ist ein Zervikalsyndrom?

Das Zervikalsyndrom wird auch als Halswirbelsäulen-Syndrom oder kurz HWS-Syndrom bezeichnet. Die Synonyme sind ein Sammelbegriff für Erkrankungen der Halswirbelsäule im oberen oder unteren Bereich. Folglich sind Hals- und Brustwirbelsäule davon betroffen. Umgangssprachlich spricht man oftmals von einem „steifen Nacken“, jedoch kann man mit dieser Aussage im Prinzip dutzende von Beschwerden in Verbindung bringen.

Durch die Beweglichkeit der Halswirbelsäule und ihre anspruchsvolle Nutzung treten sehr häufig Abnutzungserscheinungen auf. Laut Aussage von Liebscher-Bracht leiden der Schätzung von Experten zufolge rund zwei von drei Deutschen im Laufe Ihres Lebens mindestens einmal unter dem HWS-Syndrom. Häufig wird die Erkrankung durch eine Fehlhaltung ausgelöst und wäre anfangs oft unproblematisch zu behandeln. Durch eine Nichtbehandlung kann das Zervikalsyndrom jedoch voranschreiten und chronisch werden.

Ursachen, Symptome und Folgen des HWS Syndroms

Mediziner untergliedern das Zervikalsyndrom in zwei Kategorien, nämlich in das obere und das untere HWS-Syndrom.

Oberes Zervikalsyndrom

Neben den typischen Schmerzen im Bereich des Nackens kommt es oftmals auch zu

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Unruhe und Schlafstörungen
  • Seh- und Hörstörungen
  • Schmerzen im Bereich der Stirn und Augenhöhlen
  • Druck- und/oder Würgegefühl im Hals
  • Schluckbeschwerden durch Verspannung

Der erste Punkt, Kopfschmerzen, ist dabei das klassischste HWS Symptom. Bereits Schulkinder können davon betroffen sein. Sie klagen dabei vornehmlich über Kopfschmerzen beim Lesen und Schreiben, wenn ihr Kopf die vorgebeugte Haltung einnimmt.

Unteres Zervikalsyndrom

Wenn Sie vom unteren HWS-Syndrom betroffen sind, leiden Sie entweder unter beidseitig oder womöglich auch nur unter einseitigen Nackenschmerzen. Das unangenehme Gefühl betrifft meist auch den Schulterbereich und strahlt nicht selten bis in den Ellenbogen oder in die Hände aus. Gefühlsstörungen der Hände können dabei als „eingeschlafene“ oder „kribbelnde“ Hände und Finger wahrgenommen werden.

Das untere HWS ist nicht ganz einfach zu diagnostizieren, denn es muss erst der auslösende Punkt ermittelt werden. In diesem Fall kann das Hauptproblem sowohl in der Halswirbelsäule, als auch direkt in den Schultergelenken oder den Ellenbogen liegen. Eine andere Diagnose kann auch das Karpaltunnelsyndrom sein.

Der Krankheitsverlauf

Ein Zervikalsyndrom kann plötzlich und akut auftreten, was häufig stärkere Schmerzen mit sich bringt. So etwa bei der HWS-Blockade, bei der Betroffene kaum mehr ohne Probleme den Kopf drehen oder neigen können. In der chronischen Variante kann sich ein HWS-Syndrom über viele Jahre fortentwickelt haben. Je später Betroffene zum Arzt gehen, desto langwieriger kann sich die therapeutische Behandlung hinziehen.

Ursachen des HWS-Syndroms

Einer der häufigsten Gründe für die Entwicklung des sogenannten funktionalen Zervikalsyndroms sind Fehlhaltungen. Am stärksten gefährdet sind Menschen, die einer stetig sitzenden Arbeitstätigkeit am PC nachkommen und gleichzeitig wenig Sport treiben. Durch die gebeugte Kopfhaltung kommt es zu einer Überforderung beziehungsweise einer Fehlbelastung der Halswirbelsäule.

Das HWS-Syndrom kann allerdings auch Folge eines Traumas sein. Bei einem Auffahrunfall kann es zu einer Weichteilverletzung im Halswirbelsäulenbereich kommen, oder es wird sogar ein Halswirbel verschoben, was ein Halswirbelsäulensyndrom zur Folge haben kann. Eine HWS tritt häufig nach einem Schleudertrauma auf. Ferner kommen auch degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule im Alterungsprozess als Ursache des Zervikalsyndroms infrage, etwa bei der Entstehung von Osteoporose.

Weitere Auslöser des HWS-Syndroms können sein:

  • Bandscheibenvorfall, Bandscheibenschaden, Bandscheibenvorwölbung
  • Eingeklemmter Nerv
  • Wirbelkanalverengungen
  • Degenerierte Facettengelenke
  • Skoliose
  • Rheumatoide Arthritis
  • Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans)
  • In seltenen Fällen auch Tumoren, die nahe am Rückenmark liegen

Man fand zudem heraus, dass unter anderem diese Punkte einen möglichen Einfluss auf die Entstehung eines HWS-Syndroms haben können:

  • Übergewicht
  • Stress
  • Diabetes
  • Depressionen

Wie diagnostiziert man ein Zervikalsyndrom

Treten bei Ihnen typische Symptome eines HWS-Syndroms wie Nackenschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf, sollten Sie einen Termin beim Orthopäden ausmachen. Eine ausführliche Anamnese bildet dabei den Grundstein. Nachfolgend wird ein Facharzt eine körperliche Untersuchung Ihrer Halswirbelsäulenregion vornehmen.

Bei dieser wird die Beweglichkeit Ihrer Halswirbelsäule sowie der Zwischenwirbelgelenke geprüft. Zusätzlich werden jegliche Verspannungen näher begutachtet und Ihr Arzt wird bei Ihnen einen Test auf Druckschmerz durchführen. Ferner sind auch eine Untersuchung der Durchblutung und ein Reflextest an den Armen gängig. Eine weitere Diagnosemöglichkeit stellt die Magnetresonanztomografie (MRT) dar.

Therapie des HWS Syndroms

Bei der Behandlung des Zervikalsyndroms gibt es grundsätzlich drei primäre Ansätze. Die eine ist die Behandlung mit Medikamenten. Die Zweite ist die nicht-medikamentöse Therapie, die auf Alternativen basiert, wie:

  • Physiotherapie
  • Heilgymnastik
  • Thermotherapie (Wärme- und Kälteanwendungen)
  • Medizinischen Massagen
  • Akupunktur
  • Ggf. Biofeedback-Therapie

Die dritte Möglichkeit ist meist eine Mischform aus beiden Behandlungsansätzen und einer Variation – je nachdem, was dem Patienten im Moment am besten bekommt.

Was kann man selbst bei einem Zervikalsyndrom tun?

Die Behandlung eines HWS-Syndroms kann eine lange Prozedur sein. Eine konsequente Haltung und eine positive Herangehensweise in Bezug auf die verordneten Maßnahmen helfen auf dem Weg in ein beschwerdefreies Leben. Fragen Sie Ihren Arzt beim Erstgespräch alles, was Sie wissen möchten und lassen Sie sich auf jeden Fall auch Alternativen zu einer rein medikamentösen Behandlung aufzeigen. Das wird Ihnen helfen, die notwendige, positive Einstellung zu finden.

Auf keinen Fall sollten Sie ohne ärztlichen Rat Schmerzmittel einnehmen. Falls Sie unter starkem Stress oder Ängsten leiden, scheuen Sie sich nicht, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Unsere Psyche spielt eine große Rolle in Bezug auf körperliche Beschwerden und eine Gesprächstherapie oder ein ähnlicher Ansatz kann unter Umständen eine positive Auswirkung auf den Behandlungsverlauf des HWS-Syndroms haben. Auch leichte, sportliche Aktivität hilft bei der Stärkung der Rückenmuskulatur. Hier kommen etwa Schwimmen, lockeres Laufen, Yoga, Pilates oder auch spezielle Rückenkurse infrage.

Beispiele für gute Übungen beim HWS-Syndrom, die Sie bitte nur nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt ausführen sollten, finden Sie unter anderem in diesem Video.

Zusammenhang zwischen Zervikalsyndrom und Schlafapnoe

Die obstruktive Schlafapnoe ist eine schlafbezogene Atemstörung, die durch den Verschluss der Atemwege in der Nacht mehrere Atemstillstände zur Folge hat. Klassische Anzeichen von Schlafapnoe sind unter anderem starke Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, häufig auftretende Kopfschmerzen und Schnarchen. Zu spät erkannt kann es zu massiven Folgeerkrankungen, vor allem im Herz-Kreislauf-Bereich kommen, teils sogar zum Herzinfarkt.

Nun gibt es bei der Entstehung des HWS-Syndroms noch eine weitere Ursache: Verengte Atemwege aufgrund einer Fehlstellung des Kiefers. Personen mit verengten Atemwegen strecken den Kopf unbewusst weiter nach vorn als gesunde Menschen. Das ist eine natürliche Reaktion des Körpers, um an mehr Sauerstoff zu gelangen. Die Folgen dieses Haltungsfehlers sind bekannt und gleichen denen einer tagein tagaus sitzenden Tätigkeit.

Feststellung einer Schlafapnoe

Von über 1000 vom WHS betroffenen Personen landeten laut einer Auswertung der Seegartenklinik rund 70 Prozent über Schlafapnoe auf ihrer Website. Die Verbindung zwischen Schlafapnoe und WHS ist, aufgrund der Symptomatik, in jedem Fall gegeben. Um zu erfahren, ob Sie betroffen sind, ist eine Schlafdiagnostik zu empfehlen. Um die relevanten Werte zu testen, müssen Sie dafür heutzutage nicht mehr gleich in ein Schlaflabor überwiesen werden.

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